Trainingsphilosophie & Fragen zur Ausbildung
1) Was ist die Grundlage eurer Trainingsphilosophie?
Klare Führung, nachvollziehbare Regeln und Alltagstauglichkeit. Ein Hund braucht Orientierung, nicht permanente Bespaßung. Training bedeutet Verantwortung übernehmen und Verhalten steuerbar machen.
2) Reicht positive Verstärkung alleine aus?
Belohnung ist ein wichtiges Werkzeug, aber kein vollständiges System. Hunde lernen durch Konsequenz. Grenzen gehören genauso dazu wie Motivation.
3) Was versteht ihr unter „klarer Führung“?
Klare Führung heißt: Der Hund weiß, wer Entscheidungen trifft, was erlaubt ist und was nicht. Das geschieht ruhig, strukturiert und ohne emotionale Ausbrüche.
4) Warum scheitert Training oft im Alltag?
Weil Regeln nicht konsequent umgesetzt werden oder Hunde situativ selbst entscheiden dürfen. Inkonsistenz ist einer der häufigsten Trainingsfehler.
5) Ist ein starkes Verhältnis allein ausreichend?
Ein gutes Verhältnis ist wichtig, ersetzt aber keine Struktur. Vertrauen entsteht aus Verlässlichkeit und Führung, nicht nur aus Zuneigung.
6) Wie geht ihr mit Problemverhalten um?
Nicht symptomatisch, sondern ursächlich. Wir analysieren Auslöser, Verstärker und Lernhistorie. Dann wird Management aufgebaut und Verhalten systematisch ersetzt.
7) Was bedeutet „Alltag vor Hundeplatz“?
Ein Hund muss im echten Leben funktionieren: Begegnungen, Stadt, Besuch, Tierarzt. Platztraining ist ein Werkzeug, kein Selbstzweck.
8) Wie wichtig ist Impulskontrolle?
Extrem wichtig. Viele Probleme entstehen aus mangelnder Impulskontrolle. Diese Fähigkeit wird gezielt aufgebaut – ruhig, systematisch und wiederholbar.
9) Warum reicht Auslastung allein nicht?
Beschäftigung ersetzt keine Erziehung. Ein ausgelasteter Hund ohne Regeln bleibt unstrukturiert.
10) Was ist der häufigste Fehler im Training?
Unklare Kommunikation und mangelnde Konsequenz. Ein Hund kann nur verstehen, was wiederholbar und eindeutig ist.
11) Wie wird aus einem unsicheren Hund ein stabiler Hund?
Durch Führung, nicht durch Mitleid. Sicherheit entsteht aus klaren Abläufen, kontrollierbaren Situationen und positiven Lernerfahrungen unter Anleitung.
12) Wie verhindert man Eskalation bei Aggressionsverhalten?
Durch frühes Eingreifen, klares Management und kontrollierte Trainingssituationen. Freies „Aussitzen“ verschlechtert die Lernlage.
13) Welche Rolle spielt Körpersprache des Halters?
Eine zentrale. Haltung, Timing und innere Stabilität wirken direkter als Worte.
14) Kann man Verhalten komplett „wegtrainieren“?
Nicht jedes Verhalten verschwindet. Aber es kann kontrollierbar gemacht werden. Ziel ist Steuerbarkeit, nicht Perfektion.
15) Was unterscheidet solides Training von kurzfristiger Symptomlösung?
Solides Training verändert Verhalten nachhaltig. Symptome verschwinden nur temporär, wenn Ursache und Struktur unverändert bleiben.
Copyright ©2025 by Sticha Georg.
Alle Rechte vorbehalten