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Tierschutz-Kampf gegen eine Lobby? Oder die Frage: Wie orchestrierter Aktivismus die Kynologie/Gebrauchshundesport diskreditieren soll…….

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Tierschutz-Kampf gegen eine Lobby? Oder die Frage: Wie orchestrierter Aktivismus die Kynologie/Gebrauchshundesport diskreditieren soll…….

1. Österreichische Problemhunde Therapiezentrum - ÖRV Langenzersdorf nähe Korneuburg
Veröffentlicht von Sticha Georg in Gebrauchshundesport · Mittwoch 06 Aug 2025 · Lesezeit 4:15
Tags: TierschutzLobbyAktivismusKynologieGebrauchshundesportKritikJournalismusFCITierschutzkonformFeindbild
Tierschutz-Kampf gegen eine Lobby?


 
Oder die Frage: Wie orchestrierter Aktivismus die Kynologie/Gebrauchshundesport diskreditieren soll…….

 
Unter dem reißerischen Titel „Tierschutz-Kampf gegen eine Lobby“ veröffentlicht Frau K. L. einmal mehr einen Artikel in der Krone, der aus meiner Sicht weniger durch journalistische Distanz als durch ideologisch gefärbte Pauschalkritik/Rhetorik auffällt. Im Mittelpunkt des Angriffs steht erneut der Gebrauchshundesport – eine traditionsreiche, unter FCI-Regeln durchgeführte und tierschutzkonforme Disziplin, die mit gefährlicher Verklärung „zum Feindbild“ erklärt wird.
 
 
Der Artikel konstruiert – entgegen aller kynologischer Tatsachen – die Behauptung, dass im Rahmen des IGP Trainings ein sogenanntes „Angriffstraining gegen den Unterarm eines Menschen“ stattgefunden habe. Diese Formulierung ist nicht nur sachlich falsch, sondern diffamierend und geeignet, den Eindruck zu erwecken, als würde im Gebrauchshundesport gezielt auf das Verletzen von Menschen hingearbeitet.

 
Solche Formulierungen wie „bissige Lobby“ oder „Angriffstraining auf Menschen“ verfehlen jede sachliche Ebene. Sie emotionalisieren, kriminalisieren und diskreditieren eine jahrzehntelang bewährte kynologische Ausbildungsform – und zwar in einer Art und Weise, die mich an ideologische Kampfrhetorik erinnert, nicht an objektiven Journalismus.

 
Fakt ist: In der Gebrauchshundeausbildung – insbesondere in der IGP-Schutzarbeit – wird nicht der „Angriff“ auf Menschen trainiert, sondern das kontrollierte, triebgesteuerte Beutefassen auf ein speziell dafür vorgesehenes Sportgerät (dem sogenannten Schutzarm). Dieses Vorgehen entspricht internationalen Prüfungsreglements und dient primär dem Nachweis von Gehorsam, Belastbarkeit und Sozialverträglichkeit des Hundes unter hoher Ablenkung – nicht der „Scharfmachung“.
 
 
Dass eine Journalistin derartige grundlegende kynologische Unterschiede ignoriert – oder schlimmer: möglicherweise bewusst falsch darstellt – lässt tief blicken und wirft die Frage auf, ob es in der aktuellen Medienberichterstattung noch um Aufklärung oder bereits um die gezielte Diskreditierung eines gesamten Ausbildungszweiges geht.

 
Diese Wortwahl des Artikels ist aus meiner Sicht entlarvend. Sie offenbart das Bild, das offenbar transportiert werden soll: Eine Gruppe welche ihre Hunde gegen Menschen ausbildet, und in weiterer Folge nun den Rechtsstaat „austricksen“ möchte. Dass es sich dabei um Bürgerinnen und Bürger handelt, die von ihrem Grundrecht auf Prüfung durch den Verfassungsgerichtshof Gebrauch machen – wie es jedem Menschen in einer Demokratie zusteht – wird unterschlagen

 
Laut Informationen aus gut unterrichteten Kreisen – Tiroler Kronen Zeitung - wurde bei einem Treffen im (Herzen von Wien) Wiener Stadtinneren, an dem unter anderem Frau E. und Staatssekretärin Königsberger-Ludwig teilgenommen haben sollen, die derzeit laufende Verfassungsbeschwerde gegen das sektorale Ausbildungs- und Prüfungsverbot in der Gebrauchshundeausbildung besprochen  ………. lt. Krone Artikel – soll nun (das Verbot) auf Betreiben einer „bissigen Lobby“ mit juristischen Winkelzügen wieder ausgehebelt werden.

 
Wer Grundrechte als taktisches Manöver abtut, offenbart ein fragwürdiges Verhältnis zur Rechtsstaatlichkeit – insbesondere, wenn es um die Wahrung der Meinungs-, Berufsausübungs- und Eigentumsfreiheit geht.

 
Nein, Frau Lattermann, das ist keine Lobby ! - Das ist eine lebendige Gemeinschaft aus tausenden engagierten Hundesportlern, Ausbildnern und Familien, die in ihrer Freizeit hunderte Stunden in Ausbildung, Sozialisation und artgerechte Beschäftigung investieren. Es ist ein Netzwerk, das echte Tierschutzarbeit leistet – durch Kompetenz, Struktur und Verantwortung.

 
Fazit aus meiner Sicht:

 
Was hier betrieben wird, ist kein Tierschutzkampf, sondern ein koordinierter Angriff auf die fachlich fundierte, international verankerte und kontrollierte Gebrauchshundeausbildung. Es ist ein Angriff auf tausende Ehrenamtliche, Hundesportler und Züchter, die ihre Zeit, ihr Wissen und ihre Leidenschaft in das Wohl ihrer Hunde investieren.

 
Ich meine daher:

 
  • Weg mit der ideologischen Verzerrung – her mit dem offenen Dialog.
  • Weg mit der Pauschalverurteilung – her mit der differenzierten Auseinandersetzung.
  • Denn wer den Tierschutz wirklich ernst nimmt, darf sich nicht von emotionalisierender Sprache und politisch motivierten Unterstellungen leiten lassen.
     
 
Nachfrage an Fr. Königsberger-Ludwig

 
Es stellt sich für mich die Frage, wie es sein kann, dass Sie Fr. Staatssekretärin Königsberger-Ludwig welche in Social Media Postings permanent ihre Treffen mit div. Vertretern veröffentlich, jedoch von diesem Treffen mit Fr. Entenfellner-Radlinger kein Wort verlieren?

 
Kann es sein, dass es zu einem „nicht öffentlichen Treffen?“ in Wien gekommen ist – unter Beteiligung von Frau Entenfellner und Staatssekretärin Königsberger-Ludwig – bei dem die laufende Verfassungsbeschwerde mitunter lt. Artikel als „Winkelzug der Kynologie“ bezeichnet wurde.

 
Auch hier zeigt sich für mich durch den Ausspruch „Winkelzug der Kynologie“: Der Rechtsstaat wird offenbar nur dann akzeptiert, wenn er in die eigene Argumentation passt. Sobald jedoch Fachverbände oder Betroffene von ihren Rechten Gebrauch machen, wird dies als unlauterer Trick abgetan.

 
Vor diesem Hintergrund stellen sich erhebliche Fragen hinsichtlich der demokratischen Transparenz, der Medienethik und der gebotenen Amtsneutralität in laufenden verfassungsrechtlichen Prüfverfahren.

 
Wenn dieses Treffen als offizielles Treffen gilt, wie wurde die Teilnahme protokolliert, wer war noch  anwesend, und wie lautet die offizielle Position des Ministeriums zur Einschätzung, die Verfassungsbeschwerde sei ein „Winkelzug der Kynologie“?
 
 
Sticha Georg
 


Tel: +43 - (0) 676 - 359 49 03 ......
2103 Langenzersdorf, Am Hechtenfang 1
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